Die momentan so traumhafte, tief verschneite Winterlandschaft lässt die Herzen aller Tourengeher höher schlagen. Wir hier bei Sport Matt Pettneu möchten Euch gerne über mögliche Gefahren informieren und Euch wichtige Sicherheitsaspekte aufzeigen. Aus diesem Grund haben wir mit unseren Kunden die Funktionsweise der LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgerät) unter realen Bedingungen getestet.

LVS-Geräte
Umgang & Ablauf einer Suche

Für ein gutes und wirklich schnelles Suchergebnis ist ein geschulter Umgang mit dem LVS-Gerät Voraussetzung. Dies bedeutet: Regelmäßiges Üben!

Ein wirksamer Suchvorgang ist auch von einem systemischen Vorgehen abhängig. So sollte der Suchablauf in mehrere Phasen unterteilt werden. Die Internationale Kommission für alpines Rettungswesen (IKAR) empfiehlt mit Stand 2009 das Vorgehen in vier Phasen: Signalsuche, Grobsuche, Feinsuche und Punktsuche.

SIGNALSUCHE
Darunter wird das systematische Abschreiten des Lawinenkegels (z. B. bei dem Punkt, wo das Verschüttungsopfer zuletzt gesehen wurde) bis zum Empfang eines ersten LVS-Geräte Signals bzw. zu einem anderen Zeichen des Verschütteten (akustische Signale,…). Diese Vorgehen bei einer Signalsuche ist stark von der Reichweite der LVS-Geräte und der Anzahl der Suchenden abhängig.

GROBSUCHE
Die Grobsuche beginnt beim Punkt vom ersten Signalempfangs (wird meistens markiert) bis zur unmittelbaren Umgebung des Verschütteten. Für die LVS-Geräte ist dieser Punkt definiert als jener, wo die Amplitude des Signals zum ersten Mal in allen Richtungen abnimmt. Zu beachten ist, dass in dieser Phase digitale und analoge LVS-Geräte unterschiedliche Suchstrategien erfordern.

FEINSUCHE
Bei der Feinsuche im Nahbereich wird meist knapp über der Schneeoberfläche gearbeitet und auch hier kann es zu bauartbedingten Unterschieden der verschiedenen LVS-Geräte ( Analog/Digital, Zwei-/Drei-Antennen-Gerät,…) kommen. Eine Feinsuche endet mit dem Übergang zur Verwendung einer Lawinensonde.

PUNKTSUCHE
Als Punktsuche wird die Suche mit der Sonde bis zu dem Auffinden des verschütteten Opfers genannt. Früher wurde auch die Suche mit dem LVS-Gerät im Nahbereich so bezeichnet.

Die Kameradenbergung ist bei einem Lawinenabgang entscheidend. LVS-Geräte zur schnellen Ortung haben sich in Verbindung mit Schaufel und Sonde zur Suche bewährt. Die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Verschütteten nimmt nach den ersten 15 Minuten drastisch ab. Eine gekonnter und geschulter Umgang mit den LVS-Geräten kann über Minuten und so auch über Leben und Tod entscheiden.

Für Fragen zu Lawinenverschüttetensuchgeräten oder für Schulungen im Umgang damit wendet Euch gerne an das gesamte Team Sport Matt Pettneu.

Wir sind täglich von 08:00 bis 18:30 Uhr – auch an Feiertagen und Wochenenden – für Euch da!

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Das Team von
Sport Matt

TIPP

 

Pin It on Pinterest

Share This